20PE01

Pädiatrisches Ergotherapeutisches Assessment und Prozessinstrument -PEAP -


Seminarinhalt:Das PEAP ist ein in Deutschland entwickeltes Instrument, das alterstypische Betätigungen aus Sicht des Kindes, Eltern, Erzieher/Lehrer sowie aus Therapeutensicht erfasst. Es besteht aus zwei Teilen.

Der eine Teil ist ein standardisiertes Assessment, in dem der altersentsprechende Betätigungsstatus eines Kindes aus unterschiedlichen Perspektiven erfasst, eingeschätzt und systematisch zusammengefasst wird. Das PEAP Assessment ist basiert auf 15 alterstypischen Betätigungsfeldern, deren Inhalte über intensive Literaturrecherchen und mehrere Studien entwickelt wurden. Im Seminar wird das PEAP Assessment anhand von Fallbeispielen vorgestellt und geübt: Befragung der 15 Betätigungsfelder mit Kind und Eltern anhand der Fotokarten, Einbeziehung der Erzieher/Lehrer, Ausfüllen des Erfassungsbogens, Therapeutenbewertung und Gesamtbewertung der 15 Betätigungsfelder, Zweitbewertung.

Der zweite Teil wird als das Prozessinstrument bezeichnet, das den gesamten ergotherapeutischen Prozess unterstützt. Es kann nach Bedarf in Teilen oder vollständig eingesetzt werden und bietet eine Reihe von Formularen und Strukturen an, die den klientenzentrierten und betätigungsorientierten Prozess in der Pädiatrie unterstützen können. Das PEAP ist für Kinder anwendbar, bei denen man feststellen möchte, inwieweit sie altersgemäß die Betätigungen in den drei Lebensbereichen durchführen können (d.h. ihren Betätigungsstatus erstellen). Es ist für Kinder mit leichten bis mittelschweren Behinderungen anwendbar. Veröffentlicht ist das PEAP-Assessment bei Kindern von 5;0 bis 6;11 Jahre und 7;0 bis 8;11 Jahren. Im Seminar machen sich die Teilnehmer mit den Formularen und Instrumenten vertraut, z.B. das freie Interview mit Kind und Eltern, Durchführung der PEAP Konferenz, Betätigungsanalyse, Handhabung der Therapiemappe.

Testmaterial zur PEAP ist beim Schulz-Kirchner Verlag erhältlich. Das Material ist für die Kursteilnahme notwendig, kann aber auch zu zweit oder dritt benutzt werden.

Unterrichtseinheiten/Fortbildungspunkte: 16

Vita Prof. Dr. Elke Kraus
Ausbildung und berfulicher Werdegang

1987: BSc Occupational Therapy, University of Cape Town, South Africa
1988-1994: Eros School for Cerebral Palsy Children (Abteilungsleiterin ab 1992)
1990: Diploma in Adult Education, University of Cape Town, South Africa
1989: Neurodevelopmental Therapy (NDT – Bobath)
1992: Certification in SCSIT and SIPT
1994-1999: Dozentin an La Trobe University in Melbourne, Tätigkeit in unterschiedlichen pädiatrischen Einrichtungen
2000-2002: Angestellte in einer Ergotherapiepraxis in München, Lehre an einer Berufsfachschule in München
Seit 2015: Professorin an der Alice Salomon Hochschule Berlin, seit 2016 Studiengangsleitung
Seit 2006: Mitherausgeberin der peer-reviewten deutsch-sprachigen Fachzeitschrift ergoscience
Tätigkeitsschwerpunkte und spezielle Aus- und Weiterbildungen zum Kursthema

Händigkeitsdiagnostik – Das Höndgkeitsprofil (Urheberin)
Pädiatrisches Ergotherapeutisches Assessment und Prozessinstrument (PEAP) (Urheberin)
Treffpunkt (Screening zur Graphomotorik) (Urheberin)
Schreib-Mal-Schule (therapeutische Schwerpunkte aufbauend auf den Treffpunkt) (Urheberin)
Entwicklung und Lehre in ET und PT Studiengängen, Forschungsprojekte
Referenzen bzw. Qualifikation im Bereich Pädagogik/ Didaktik
Diplom in Erwachsenenbildung (Dip.Ad.Ed), University of Cape Town

Publikationen

Schulenburg, K., Beck, E.-M., Hollweg, W., Trock, S., Kraus, E., Borde, T. (2017). Kollegiale Hospitation zur Stärkung des Einsatzes neuer Medien in der Hochschullehre. In: O. Bott, A. Lutsch, Teaching Trends 2016, Münster: Waxmann
Kraus, E. (2017). Händigkeitsprofil zur Differenzierung der Links- und Rechtshändigkeit und der Handmotorik. Testmanual zur Durchführung, Auswertung und Interpretation des Händigkeitsprofils. Test manual.
Kraus, E. (2016). Diagnostische Verfahren in der Pädiatrie. In A. Baumgarten & H. Strebel (Hrsg) Ergotherapie in der Pädiatrie. Springer Verlag.
Beck, E.-M., Hollweg, W., Schulenburg, K., Trock, S., Kraus, E., Borde, T. (2016). Tagungsband Expert_innenworkshop I und II, URN: http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:kobv:b1533-opus-1551
Hollweg, W., Beck, E.-M., Schulenburg, K., Trock, S., Räbiger, J., Kraus, E., Borde, T. (2016). Interprofessionelle Versorgung – ein Studiengebiet mit Zukunft und Herausforderung. International Journal of Health Professions 3 (1), 37-46
Junge, I., Kraus, E. & Plaehn, S. (2016). Zukunftsentscheidung zur Ergotherapie –Ausbildung steht bevor. Ergotherapie und Rehabiliation, 11(6), 35-38.
Kraus, E. & Romein, E. (2015). Das Pädiatrische Ergotherapeutische Assessment und Prozessinstrument. Test Manual. Idstein, Schulz-Kirchner Verlag.
Romein, E., Kraus, E. & Weise, U. (2015). Den Betätigungsstatus bei Kindern standardisiert erfassen. Ergotherapie und Rehabilitation 54(4), 26-31.
Romein, E., Kraus, E. & Weise, U. (2015). Den Alltag im Blick. Ergotherapie und Rehabilitation (54)5, 14-19.
Kraus, E. & Allweiss, T. (2014). Ist mein Kind links- oder rechtshändig? Ergotherapie bei Kindern mit wechselndem Handgebrauch. Deutscher Verband der Ergotherapeuten.
Kraus, E. & Sichert-Grinstead, U. (2013). Treffpunkt (Spiel): Feinmotorische Grundlagen für das Malen und Schreiben. Idstein: Schulz-Kirchner Verlag, 2. Auflage.
Kraus, E. (2013). Der Einsatz des Treffpunkt und der Schreib-Mal-Schule vor dem Hintergrund des Bieler Modells. In: Schönthaler, E. (Hrsg): Grafomotorik und Händigkeit. Stuttgart: Thieme Verlag.
Kraus, E. (2012): Das "ErgoAss" für Kinder. In: ergopraxis. Die Fachzeitschrift für Ergotherapie, Thieme Verlag, Jg. 5 (2), 32-33.
Kraus, E. (2011): Entwicklung eines digitalen Test- und Evaluierungssystems für Manuelle Aktionen (dig-TEMA). Hochschulmagazin, 22: 65-66
Craig, C., Piskur, B., van Bruggen, H., Lindh-Falk, A. und Kraus, E. (2010): Employability 4 all: Practical guidelines for developing a joint European module. ENOTHE: Hogeschool Amsterdam.
Kraus, E. (2010): Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter Menschen: Eine Gemeinschaftsaufgabe der Ergotherapie und Sozialer Arbeit am Beispiel des EEE4all Projektes. In. B. Geißler-Piltz & J. Räbiger (Hrsg): Soziale Arbeit Grenzenlos. Farmington Hills: Budrich-Uni-Press.
Kraus, E. (2009). Einführung in handwerkliche und gestalterische Techniken in der Ergotherapie, in I. Winkelmann (Hrsg), Handwerk in der Ergotherapie. Thieme Verlag, Stuttgart.
Kraus, E. (2009). Für und Wider des Handwerks in der Ergotherapie, in I. Winkelmann (Hrsg), Handwerk in der Ergotherapie. Thieme Verlag, Stuttgart.
Kraus, E. (2009): Rückschulung als letztes Mittel der Wahl. Ergopraxis, 1/09; 22-25.
Kraus, E. (2009): Pädiatrische Assessments für die Ergotherapie, Ergotherapie und Rehabilitation 48,(4);23-24. Teil einer Serie über das Pädiatrische Ergo-Assessment
Kraus, E. (2009): Die Hände auf den Kopf stellen? Händigkeit bei Kindern Teil 2: Therapieansätze. Ergopraxis 1/09; 2-5
Kraus, E. (2008): Das mach ich doch mit links! (Teil 1) Ergopraxis, 2-8/08; 22-25.
Kraus, E. & Voigt-Radloff, S. (2008): Ergotherapie. In Heilmittel Report. Hrsg. Bode, Schröder und Waltersbach, AOK. Bonn: Schattauer Verlag
Kraus, E. (2006). Ist das Überkreuzen der Mittellinie ein Indiz der Handpräferenz bei Kindern? Ergoscience, 3:100-109.
Kraus, E. & Sichert-Grinstead, U. (2006): Schreib-Mal Schule: Weitere Feinmotorische Grundlagen fürs Malen und Schreiben. Schulz-Kirchner Verlag.
Kraus, E. Handedness in Children (2006): In C. Pehoski and A. Henderson (Eds), Hand Function and the Child, 2nd Ed. Elsevier.
Kraus, E. (2003). “The development of a normative profile to determine the extent of handedness in children”. Doktorarbeit, La Trobe Universität, Melbourne, Australien.
Kraus, E. & Sichert-Grinstead, U. (2003). Treffpunkt: Feinmotorische Grundlagen fürs Malen und Schreiben. Schulz-Kirchner Verlag.
Kraus, E. (2002). Welchen Stellenwert hat die Ergotherapie? Eine Umfrage bei Hausärzten. Ergotherapie und Rehabilitation, 9/02: 21-28.
Wakefield, S. & Kraus, E. (2000). Handwriting: Writing Right. Melbourne: SPELD Vic. Inc.
Kraus, E. (1999). An Investigation into the Relationship between Hand Preference, Bimanual Coordination and Crossing of Midline in 5-year old Children. World Federation of Occupational Therapists, Bulletin, May.
Kraus, E. (1997): The Relationship between Hand Preference, Bimanual Coordination and Crossing of ther Midline. WFOT Bulletin, 35: 21-28
Zeitplan:Do. 05.03.2020 von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Fr. 06.03.2020 von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Zielgruppe:Ergotherapeuten
Seminarleitung:Kraus, Elke
Teilnehmer:18
Kosten:280 Euro
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